Starkes Dorf – Wir machen mit

 

Starke Dörfer braucht das Land, besonders in Zeiten, wenn alle wegen angeblich mangelnder Attraktivität in die Städte ziehen wollen. Das hat sich auch unsere Landesregierung gedacht und ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem Maßnahmen gefördert werden, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes stärken sollen. Das Miteinander von Generationen fördern und die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern. Das Projekt wurde als Wettbewerb konzipiert, bei dem sich Vereine und Verbände sowie gemeinnützige Organisationen bewerben können.

 

Starkes Dorf – und wir sind dabei !

 

Nachdem das Jahr 2017 ganz im Zeichen der Renovierung des Backhauses und des Backofens stand, wollen wir uns in diesem Jahr dem Projekt Backstube im ehemaligen „Kirchberger Lädchen“ widmen. Wir Hobbybäcker benötigen, um das leckere Kirchberger Backhausbrot herzustellen, nicht nur einen Backofen sondern auch Räumlichkeiten zur Teigbereitung. Darüber hinaus soll die „Backstube“ auch ein Ort sein, in dem Backkurse stattfinden oder wo Gebackenes oder Gebratenes verzehrt werden kann. Mann kann auch mal zusammenkommen um zu Schwatzen und zu Klönen, über Generationen hinweg.

 

Dass es attraktiv bleibt, in Kirchberg zu leben, dafür wollen wir Viel tun.

 

Das haben auch die Verantwortlichen in Wiesbaden erkannt und unser Projekt für eine Förderung ausgewählt. Wir erhalten für Renovierungsarbeiten am „Kirchberger Lädchen“ bzw. die Einrichtung einer Backstube einen Förderbetrag von € 3.000

 

Das Geld wird dafür verwand, dass es in der Backstube auch schön kuschelig werden kann, besonders im Winter, denn der Teig hat es zum Gehen gern warm. Energetische Maßnahmen sind somit notwendig geworden. Mit dem Zuschuss werden neue Fenster eingebaut und die Eingangstür erneuert, die Decke gedämmt, die Elektrik überholt und ein wenig neue Farbe aufgetragen.    

 

Das Backteam bedankt sich für die finanzielle Unterstützung

 

Kirchberg – ein starkes Dorf !

 

 


 

Backhausteam zieht in das Kirchberger Lädchen ein

 

Nachdem das Kirchberger Lädchen zum Ende des Jahres 2017 geschlossen wurde, stehen die Räumlichkeiten leer. Unterhält man sich mit den Kirchberger Bürgern, so kommt schon ein wenig Wehmut auf. Keine frischen Brötchen mehr am Samstag Morgen. Besonders für die ältere Bevölkerung, die nicht mehr mobil ist, fällt der gewohnte Gang ins Lädchen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen, weg. 

 

Es ist still geworden in der Emstalstraße !

 

Kein Grund mehr, sich auf dem Bürgersteig zu begegnen, ein Schwätzchen zu halten, sich einfach in unserer schnelllebigen Zeit mal zu treffen und außerhalb von Whats App, mal so wie früher, mit einander zu reden. Bei gutem Wetter konnte man auch beobachten, dass Einige vor dem Lädchen saßen und eine Tasse Kaffee tranken und ein Stück Kuchen oder Eis aßen. Freitag Nachmittag traf man sich auch gern einmal, um bei einer Flasche Bier das Wochenende einzuläuten.

 

Es ist still geworden in der Emstalstrasse !

 

Das soll sich jetzt ändern.

 

Die Hoffnung, dass sich jemand findet um das Lädchen weiter zu betreiben ist verflogen, da wären wir als Backhausteam gern in die zweite Reihe zurückgetreten. Da es jetzt aber so ist wie es ist, haben wir uns dazu entschlossen, die Räumlichkeiten zu pachten. Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen der Renovierung des alten Backhauses in der Emstalstraße. Das Projekt ist weitestgehend abgeschlossen, der Backofen wurde am 09.Dezember 2017 seiner Bestimmung übergeben. Wir vom Backteam sind sehr zufrieden damit und wollen, dass der Schornstein raucht. Derzeit wird im Abstand von vier Wochen das köstliche Kirchberger Backhausbrot gebacken.

 

Der Backofen ist das eine, was aber fehlt, ist ein Ort, an dem Teig zubereitet werden kann. Bisher haben wir das immer in der Küche des Dorfgemeinschaftshauses gemacht. Leider ist das DGH an einem ganz anderen Ort als das Backhaus, nicht sonderlich praktisch. Ab sofort werden wir in das ehemalige Kirchberger Lädchen umziehen. Es ist nicht nur deutlich näher dran am Backhaus, es soll auch dazu dienen, dass das Backteam mit sämtlichen Utensilien wie Kuchenblechen, Teigknetmaschine, Backbrettern, Teigwannen u.v.m. einen Ort gefunden hat, der für die Vereinstätigkeit optimal erscheint.  

 

Vielleicht zieht dadurch auch wieder ein bisschen Leben in die Emstalstraße, und damit in den Ortskern, ein. Eine Tasse Kaffee mit Kuchen aus dem Backhaus vor dem Lädchen verzehren oder eine Flasche Bier  mit Schmalzenbrot. Gelegenheit haben mit einander zu schnuddeln, über alle Generationen hinaus, auch ohne Whats App und Smartphone.

 

Eine schöne Vorstellung, mal sehen ob es uns gelingt.